Kanton Die Schwyzer Gewerbevereinspräsidentinnen und -präsidenten haben in Einsiedeln die Parolen für die Abstimmungen vom 8. März gefasst. Grosse Diskussionen gab es vor allem bei zwei Vorlagen: der Individualbesteuerung sowie der SRG-Initiative.
Bei der Individualbesteuerung weibelte Anna Marty, Präsidentin der FDP Frauen Kanton Schwyz, für ein Ja. Das neue Steuermodell beseitige die Heiratsstrafe, argumentierte sie laut Mitteilung. Zudem behandle die Individualbesteuerung alle gleich, unabhängig vom Zivilstand. «Jeder steuert, was er verdient. Erwerbsarbeit lohnt sich wieder – besonders für Zweitverdienende», so Marty.
Die Gegenposition nahm SVP-Nationalrat Roman Bürgi ein. Er nannte die Vorlage ein «Bürokratiemonster». Jährlich gäbe es 1,8 Millionen zusätzliche Steuererklärungen. «In Zeiten, in denen Bund und Kantone sparen müssen, ist dieser Mehraufwand völlig unverständlich», argumentierte der Präsident der kantonalen SVP.
Die Vorlage sei nach den beiden Referaten sehr kontrovers diskutiert worden, heisst es in der Mitteilung des Gewerbeverbands. In der Abstimmung setzte sich das Ja-Lager mit zwölf Ja- gegen neun Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen schliesslich durch.
Deutliches Ja zur SRG-Initiative
Weniger kontrovers ging es bei der SRG-Initiative zu und her. Diese verlangt, die jährliche Radio- und Fernsehabgabe für Privathaushalte auf 200 Franken zu senken und für Unternehmen gänzlich zu streichen. Vor allem der letzte Punkt kommt bei den Gewerblern sehr gut an. Die Versammlung beschloss mit 23 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung deutlich die Ja-Parole zur Initiative.
Zu den zwei weiteren Vorlagen fasste der Gewerbeverband ebenfalls die Parolen. Die Bargeldinitiative lehnt er ab (22 Nein, ein Ja, eine Enthaltung), den Gegenvorschlag empfiehlt er aber zur Annahme (21 Ja, drei Enthaltungen). Deutlich fiel das Nein zur Klimafondsinitiative aus (22 Nein, ein Ja, eine Enthaltung). (djo)
