Das Affentheater um die SRF-Direktion geht weiter. Obwohl Nathalie Wappler demnächst geht, will die SRG die Gebührensenkungsinitiative abwarten

weltwoche.ch, 5.2.2026

Wie die Weltwoche (04/26) berichtete, behandelt die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG die Nachfolge an der SRF-Spitze nach wie vor als Staatsgeheimnis. Dabei hat Amtsinhaberin Nathalie Wappler ihren Rücktritt bereits Anfang September 2025 bekanntgegeben.

Auf eine weitere Anfrage nach dem Stand des Verfahrens antwortet die SRG gegenüber der Weltwoche leicht gereizt: «Wie bereits kommuniziert, wird die SRG nach Abschluss des Wahlverfahrens über die Nachfolge von Nathalie Wappler informieren. Bis dahin bitten wir um Verständnis, dass wir zu organisatorischen Szenarien oder zu internen bzw. externen Kandidaturen keine Stellung nehmen.»

Wie zu erfahren ist, werden am Leutschenbach folgende Personen als mögliche SRF-Direktoren gehandelt: Ursula Gabathuler, Co-Chefredaktorin Audio/Digital SRF, Beat Soltermann, Co-Chefredaktor Audio/Digital SRF, sowie Stefano Semeria, Chef Distribution SRF. Hinzu kommen als weitere, hausintern genannte Kandidatin Anita Richner sowie Judith Wittwer, Chefredaktorin der Süddeutschen Zeitung.

Wie nun CH Media berichtet, ist die SRG-Verwaltungsrätin Ursula Gut-Winterberger (FDP) überraschend zurückgetreten. Dies wird in Zusammenhang gebracht mit ihrer Differenz zum Nominierungsausschuss des Regionalvorstands der SRG Deutschschweiz unter Lukas Bruhin. Dieser soll mit der Suche die Firma Roy C. Hitchman AG betraut haben, wo auch Sandro Rüegger arbeitet, Ehemann der SVP-Nationalrätin Monika Rüegger.

Die Republik schreibt dazu, Sando Rüegger sitze auch im Verwaltungsrat des Nebelspalters. Weil dieser von Markus Somm als Verleger und Chefredaktor geführt werde, bestehe ein Interessenskonflikt. Denn im Rennen um die SRF-Direktion sei auch Somms Ehefrau Anita Richner. Tatsächlich hat sich der sonst um profilierte Meinungen nie verlegene Markus Somm zum wichtigsten innenpolitischen Geschäft dieser Monate noch nie geäussert: zur SRG-Initiative «200 Franken sind genug!».

Offensichtlich will die SRG diese Personalie möglichst auf einen Termin nach dem Abstimmungssonntag vom 8. März hinausschieben. Um keinesfalls enttäuschte Anhänger der einen oder anderen Kandidatur ins Lager der Befürworter zu treiben. Bei der SRG herrscht das Führungsprinzip Mikado: Wer sich zuerst bewegt, hat verloren. Dabei bleiben nach dem 8. März gerade noch drei Wochen bis zum Rücktritt von Nathalie Wappler. Von einer seriösen Einarbeitung der Nachfolgerin kann da natürlich keine Rede sein.

Mit anderen Worten: Radio und Fernsehen SRF müssen oder dürfen sich auf eine direktionslose Zeit einstellen. Wenn es aber auch ohne diese SRF-Direktion geht, wie offenbar demonstriert wird, kann man die SRG-Zwangsgebühren problemlos halbieren.

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