Es wirkt wie eine Realsatire. Die Gegner der SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» behaupten auf einem ganzseitigen Abstimmungsinserat im Blick, sie seien die Garanten der Sicherheit unseres Landes. Sie verdeutlichen dies mit dem Bild eines riesigen Kampfjets F/A-18.
Auch Verteidigungsminister Martin Pfister (Mitte) und SRG-Generaldirektorin Susanne Wille hantieren im Abstimmungskampf mit der Sicherheit. Weil sie angesichts der Weltlage mit verängstigten Stimmbürgern rechnen. Zur Aufrechterhaltung dieser Sicherheit, behaupten sie, brauche es eine starke SRG.
Dabei hat in den letzten Jahrzehnten niemand der Verteidigungsfähigkeit, der Wehrhaftigkeit und der Bewaffnung der Schweizer Armee mehr geschadet als die SRG. Vor allem die Sendung «Rundschau» führte einen erbitterten Kreuzzug gegen die Erneuerung der Luftwaffe. Redaktionsleiter Mario Poletti war ein erklärter Feind jeglicher Rüstung und Rüstungsausfuhr.
Die «Rundschau» diskreditierte systematisch den Kauf des F-35, den die SRG-Freunde jetzt seitengross abbilden. Die Sendung unterstellte, Tschechien, Österreich und Deutschland seien Angriffsziele des F-35. SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf präsentierte dort ein italienisches Schulflugzeug als besser geeignet. Denn etwas Luftüberwachung genüge für die Schweiz – der erste geeignete Schritt zur vollständigen Abschaffung der Armee.
Schon der schwedische Kampfflieger Gripen wurde von der «Rundschau» abgeschossen. Die Sendung warf dem damaligen Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) derart monströse Absurditäten vor, dass ihm im Studio der Kragen platze.
Und jetzt ist also diese SRG mit ihrer Militärspezialistin – der ausgebildeten Ballettpädagogin Priska Seiler Graf – Garant für die Sicherheit der Schweiz. Da kann man wirklich mit guten Gründen sagen: «Gute Nacht Sicherheit.»
