Die Gegner der SRG-Initiative «200 Franken sind genug!» malen gerne den Teufel an die Wand und behaupten, die Annahme der Vorlage würde das Ende der regionalen Berichterstattung bedeuten. Doch wer genauer hinschaut, erkennt das Gegenteil: Die Initiative ist eine Chance für die regionale Berichterstattung. Bisher bestimmt der Bundesrat über die Verteilung der Gebührengelder. Mit der SRG-Initiative werden die Gelder für private regionale Radio- und Fernsehsender erstmals in der Verfassung garantiert. Das schafft Planungssicherheit – auch für die Oberwalliser Lokalmedien rro und Kanal9.
Ausserdem ist es falsch, wenn sich die SRG als Garant für eine regionale Berichterstattung aufspielt. Von den über 7000 Mitarbeitern der SRG sind nämlich nur zwei im Oberwallis tätig. Selbst das Regionaljournal «Bern Freiburg Wallis» wird überwiegend in Bern produziert. Eine echte regionale Verankerung sieht anders aus.
Zudem leiden die privaten Lokalmedien unter der OnlineStrategie der SRG. Mit unseren Gebührengeldern im Rücken baut die SRG ihr digitales Angebot stetig aus und konkurriert damit direkt um Werbeeinnahmen, die für lokale Medienunternehmen existenziell sind. Eine Redimensionierung
der SRG würde den Wettbewerb wieder fairer gestalten.
Wir brauchen keine SRG, die alles an sich reisst, sondern starke, eigenständige Lokalmedien. Deshalb stimme ich am 8. März überzeugt Ja zur SRG-Initiative «200 Franken sind genug!».
Romano Amacker, Eischoll
