Bieler Tagblatt, 16.2.2026
Halbierungsinitiative – Volksabstimmung vom 8. März
Einige Argumente, die für die SRG-Halbierungsinitiative sprechen: Derzeit ist der Konsument verpflichtet, die vorgeschriebenen Beiträge zu entrichten. Es geht nicht primär um die Beitragshöhe, sondern um die Kostenkontrolle beim halbstaatlichen Betrieb.
In jedem privaten Unternehmen muss sorgfältig auf die Ausgaben geachtet werden. Dies ist bei der SRG momentan nicht der Fall. Wenn es für den Luxus nicht mehr reicht, werden die Gebühren erhöht, ohne zu analysieren, welche Bedürfnisse die verschiedenen Kundengruppen haben.
Immer nur die Sprachvielfalt in der Schweiz vorzuschieben, greift in der heutigen Zeit nicht mehr. Wenn man die exorbitanten Ausgaben (Löhne, Sendungen für Minderheiten, etc.) betrachtet, muss festgestellt werden, dass bei der SRG nicht effizient gewirtschaftet, sondern das Geld grosszügig ausgegeben wird.
Man vergisst, dass ein Grossteil der Konsumenten längst nicht mehr auf die SRG angewiesen ist, um die notwendigen Infos zu erhalten. Susanne Wille hat ja erwähnt, dass grosses Sparpotential vorhanden ist. Offiziell verbreitet sie das Gegenteil und sagt, dass das Fernsehen mit weniger Geld den Auftrag nicht mehr erfüllen könne.
Die Initiative ist ein guter Denkanstoss für die Schweizer Fernsehbosse, die derzeitige Einstellung zu überdenken. Mit einer vernünftigen Straffung des Angebotes ist der aktuelle Standard gut zu halten, ohne auf wichtige Sendungen verzichten zu müssen. Das könnte mit einer Konsumentenanalyse einfach erreicht werden.
Es ist höchste Zeit, dass die Prasserei mit den Gebühren aufhört.
Claude Fössinger, Orpund
