Leserbriefe 5.2.2026

Wer Haushalte entlasten will, muss auch bei der SRG sparen

Während über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer für AHV und Armee diskutiert wird, geraten viele Haushalte zunehmend unter Druck. Krankenkassenprämien steigen seit Jahren massiv, ebenso Mieten und Energiekosten, die Kaufkraft sinkt spürbar. In dieser Situation ist Zurückhaltung bei Abgaben nicht nur sinnvoll, sondern notwendig.

Die Halbierungsinitiative ist kein Angriff auf die Demokratie, sondern ein Auftrag zu mehr Effizienz. Öffentlich finanzierte Medien bleiben auch nach einer Halbierung handlungsfähig, müssen sich jedoch stärker fokussieren. Heute fliessen rund 1,4 Milliarden Franken pro Jahr aus Gebühren in den medialen Service public. Selbst bei Annahme der Initiative verblieben rund 700 Millionen Franken jährlich – ein Betrag, der ausreicht, um Grundversorgung und journalistische Qualität sicherzustellen.

Wer behauptet, unabhängige Berichterstattung sei nur mit immer höheren Budgets möglich, verkennt die Realität. Qualität entsteht nicht durch Grösse, sondern durch journalistisches Handwerk. In Zeiten steigender Lebenshaltungskosten ist es legitim, von der SRG dasselbe zu verlangen wie von der Bevölkerung: mit weniger auszukommen, ohne das Wesentliche zu gefährden.

Alessandro Orlando, Muri

Zum Leserbrief «Medien halbieren, Demokratie halbieren»

Lieber Martin Weber, es ist gut, dass Ihnen die Demokratie wichtig ist. Mir geht es genauso. Wegen der Halbierungsinitiative müssen Sie aber keine Angst um die Demokratie haben. Ich habe gehört, dass die Initiative nicht die Medien halbieren will, wie in Ihrem Leserbrief steht. Nein, sie will die Radio- und Fernsehgebühren halbieren.

Ich denke, Sie sind ein fleissiger Medienkonsument, um sich umfassend zu informieren und sich eine Meinung zu bilden. Dann wissen Sie gewiss, dass SRF mit Abstand das grösste Medienunternehmen in der Schweiz ist. Gemessen an Umsatz, Marktanteil und Meinungsmacht ist SRF grösser als die Nr. 2 (TX Group) und die Nr. 3 (Ringier) zusammen. Diese Machtballung passt natürlich nicht zu der von Ihnen zu Recht beschworenen Meinungsvielfalt.

Ich würde nicht gerade behaupten: SRF halbieren heisst Demokratie verdoppeln. Die Halbierungsinitiative geht aber in die richtige Richtung. Und auch mit gekürzten, aber immer noch reichlich fliessenden Einnahmen ist es für SRF machbar, mit einer ausgewogenen, sachlichen, pluralistischen, unvoreingenommenen und umfassenden Berichterstattung die Meinungsbildung zu unterstützen. Sofern sie dies will.

Mit besten Grüssen von Demokrat zu Demokrat!

Lukas Brütsch, Muri

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